Zebrastreifen wieder Thema
21.02.2012 - HOFHEIM
Viele Wünsche scheitern an Behördenauflagen
(mwo) - In der aktuellen Sitzung des Schülerparlaments konnte schon mal geklärt werden, dass die Anzeigetafel am Busbahnhof nicht defekt ist, aber manches Mal eben auch nicht vor Computerfehlern gefeit ist. Dass der Lorsbacher Bahnhof mehr als marode ist, musste auch Bürgermeisterin Gisela Stang zugegeben. Deshalb soll der Bahnhof auch bald angegangen werden und dabei über eine Rampe auch von Schülern mit Rad barrierefrei zu passieren sein.
Im Auge behalten werden soll auch der Aufzug am Hofheimer Bahnhof, der öfters streikt. Ob sich dagegen der von den Schülern gewünschte Zebrastreifen zwischen Taxistand und Busbahnhof realisieren lässt, hängt von den Behördenauflagen für solche Fußgängerüberwege ab.
Und das könnte dann letztlich genauso vom Tisch gefegt werden, wie der von den Heiligenstockschule-Vertretern angeregte Fußgängerüberweg an der Ecke Chattenstraße/Königsberger Weg, die eine ebenso problematische Stelle ist. Aus ähnlichen Gründen sind der Stadt auch die Hände gebunden, das Tempo 30 auf der Frankfurter Straße in Richtung des Bolzplatzes auszuweiten.
Denn wegen der einseitigen Bebauung an der Straße sind dort die von Behördenseite auferlegten Voraussetzungen für die Einführung der 30er Zone nicht erfüllt.
Wenigstens sollen jetzt in der Weinbergstraße und der Langenhainer Straße in Wallau öfters Tempokontrollen durchgeführt werden, weil hier offenbar immer wieder Autos über den Bürgersteig fahren wegen der schmalen Fahrbahn.
Kontrolliert werden soll auch die Spielwiese vor dem Rathaus, weil hier wohl ab und an Betrunkene Kinder anmotzen, die dort spielen wollen.
Eine Rüge mussten sich aber die Schülerparlamentarier von Bürgermeisterin Gisela Stang gefallen lassen. Denn die im Schmelzweg angemahnten Tempokontrollen haben jetzt belegt, dass sich nicht nur Autofahrer verkehrswidrig verhalten, in dem sie bei Rot über die Ampel hinter der Main-Taunus-Schule rasen. Offenbar gehen hier auch viele Schüler bei Rot über die Ampel. „Auch das ist eine Ordnungswidrigkeit“, betonte Stang.
Dagegen gab es von Schülerseite Kritik an dem neuen Radstreifen auf der Rheingaubrücke.
„Ich krieg da schon manchmal Panik, dass mich ein Auto erwischt“, berichtete ein Nachwuchsparlamentarier. Denn offenbar überfahren manche Autofahrer die für Radler abgegrenzte Spur auf der Rheingaubrücke, die eigentlich von motorisierten Verkehrsteilnehmern nur zum Ausweichen oder in anderen grenzwertigen Situationen benutzt werden soll.