Viel Kritik
24.02.2012 - WILDSACHSEN
DSL-Versorgung großes Thema
(mwo) - Die DSL-Versorgung ist in diesen Wochen gerade wieder einmal ein großes Thema im kleinsten Hofheimer Stadtteil, weil viele Wildsächser jetzt nicht wissen, wie es weitergehen soll.
Einige haben bereits im vergangenen Jahr Verträge mit der Firma MTKom Titan abgeschlossen, die wiederum eine Marke der Titan Networks Internet & Telecommunications Service Providing GmbH ist, während sie noch bis zum Ende des ersten Quartals 2012 Kunde bei der Deutschen Telekom sind. Bis dahin sollte eigentlich spätestens die schnelle DSL-Verbindung über Glasfaserkabel geschaffen sein, die MTKom ihren Kunden ursprünglich versprochen hatte. Doch so wie es aussieht, wird sich dieser Zeitplan nicht realisieren lassen.
Die HOFHEIMER ZEITUNG hat deshalb aktuell nach den persönlichen Erfahrungen rund um die DSL-Versorgung in Wildsachsen gefragt.
Dazu kamen dann auch tatsächlich einige Stellungnahmen von Dorfbewohnern, die zumeist nicht mit Kritik sparen.
Dass der Zeitplan von MTKom nicht eingehalten werden kann, musste der Geschäftsführer des Unternehmens, Thomas Wild, bereits im Januar im Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung einräumen. Ansonsten gibt sich das Unternehmen sehr zugeknöpft, weshalb es auch der HOFHEIMER ZEITUNG trotz Anfragen über Telefon und E-Mail nicht gelungen ist, eine Stellungnahme zu der aktuellen Situation in Wildsachsen zu bekommen.
Im Dorf selbst werden jetzt schon die ersten Stimmen laut, dass das Unternehmen die Kunden „hinhält“. Andere sprechen etwas milder gestimmt von einem schlechten Marketing der Firma.
Wer im Internet recherchiert, der wird über www.mtkom.de zwar auf den „Ausbau des Breitband-DSL-Netzes im Hofheimer Stadtteil Wildsachsen“ hingewiesen.
Doch wenn man sich diesbezüglich näher informieren will, dann stellt man fest, dass dort nur mehrere Monate alte Nachrichten zu finden sind.
Dauerbrenner-Thema
Erbost zeigte sich nach der Berichterstattung über die Geschäftsführer-Stellungnahme im Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung Horst Reinert.
Der 72-Jährige, der selbst über 30 Jahre in der Datenverarbeitung tätig war, ist sauer auf den nun schon seit über 15 Jahren andauernden „Zirkus“ bei der Anbindung von Wildsachsen an das Internet. „MTKom muss darauf achten, dass die Verträge auch eingehalten werden“, sagte Reinert der HZ.
„So wie die Sache sich darstellt, scheint das Interesse von MTKom an einer zügigen Versorgung von Wildsachsen aus welchem Grund auch immer erlahmt zu sein“, hat sich auch Ulrich Kuske gegenüber der HZ ähnlich kritisch geäußert. „Aus den verschiedenen Veröffentlichungen drängt sich der Eindruck auf, dass die finanziellen Möglichkeiten von MTKom oder der Muttergesellschaft Titan-Net einen weiteren Ausbau nicht zulassen“, heißt es in der E-Mail des Anliegers der Straße Am Naturfreundehaus weiter. „Kunden kann man nur mit realisierten Konzepten gewinnen“, meint Kuske.
„Lachnummer“?
Nicht gut auf MTKom zu sprechen ist auch das Ehepaar Herbert und Elisabeth Schmitt, die An den Erzgruben wohnen.