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Hofheimer Zeitung

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08. September 2010
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Hofheim 

Unisono Zustimmung

27.07.2010 - HOFHEIM

Elisabethenstraße 3 wird ausgeschrieben

Allem voran hatte nämlich der Gewerbeverein Industrie-Handel-Handwerk (IHH) große Bedenken angemeldet wegen der unter anderem geplanten zusätzlichen Ansiedlung von Einzelhandel an dieser Stelle. Darauf folgten intensive Gespräche mit dem IHH im Rahmen der eigens gegründeten Arbeitsgruppe, die auch mit Vertretern aller Fraktionen und der Rathaus-Verwaltung bestückt ist. Nachdem sich dieser Kreis nun einig geworden ist, dass das Grundstück ausgeschrieben werden soll, hat nun auch die Stadtverordnetenversammlung grünes Licht gegeben für die Vermarktung.

Denn bis der erste Laden in dem neu entstehenden Komplex aufmachen kann, werden mindestens drei Jahre ins Land gehen. In dieser Zeit wird auch deutlich werden, was das Chinon Center nicht abdeckt an Sortimenten, so dass der noch fehlende Bedarf an der Elisabethenstraße 3 entsprechend berücksichtigt werden kann. Neben Geschäften und Büros könnten hier aber auch weitere Wohnungen entstehen. Bei den potenziellen Interessenten soll deshalb auch die Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft berücksichtigt werden, die daneben bereits das HWB-Forum baut.

Zusätzliche Wohnungen?

Dort entstehen neben Geschäftsräumen nämlich auch Wohnungen, die so stark nachgefragt sind, dass die HWB sie sozusagen dreimal vermieten könnte. Denn die Nachfrage insbesondere nach Wohnraum für Ältere, der zentral in der Innenstadt liegt, ist enorm. Deshalb soll trotz aller Bedenken wegen des als Festplatz genutzten Kellereiplatzes in unmittelbarer Nähe auch das Thema Wohnen nicht ausgeklammert werden bei den Überlegungen, was einmal auf dem städtischen Grundstück für Nutzungen möglich sein könnten. Allerdings ist dabei klar, dass es sich hier ähnlich wie im HWB-Forum nur um Mietwohnungen und nicht um Eigentumswohnungen handeln kann. Denn falls es einigen Mietern letztendlich doch zu laut werden wird, besteht für beide Seiten die Möglichkeiten einer Veränderung. Mitten ins Geschehen zu ziehen ist aber ein Trend, dem sich viele Senioren heutzutage anschließen.

Ob der Zuschlag für das Grundstück allerdings letztendlich an die HWB geht, wird sich zeigen. Denn die Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft, die eine hundertprozentige Tochter der Stadt ist, ist im Rathaus durchaus als zäher Verhandlungspartner bekannt. Gerade der FWG liegt aber daran, dass die HWB eine Chance bekommt bei den Verhandlungen um das Grundstück. Denn die HWB hat mit Sicherheit andere Vorstellungen als andere Investoren, die vielleicht besser zu Hofheim passen, lautet die Devise der Freien Wähler. Europaweit ausgeschrieben werden muss das Grundstück jedenfalls nach der neuesten Rechtsprechung offenbar nicht mehr, wenn die Stadt mit dem Verkauf öffentlich-rechtliche Vorstellungen verfolgt.

Hohe Standortqualität

Allerdings ist noch gar nicht so genau klar, was eigentlich auf Seiten dieses Kellereiplatz-Randes zur Elisabethenstraße hin entstehen soll in dem vom Architektenbüro Troyan & Troyan vorgeschlagenen Gebäude. Werben will die Stadt bei der Vermarktung mit der Kellereiplatzumgestaltung und der hohen Standortqualität im Rhein-Main-Gebiet. Dabei soll sich der Baukörper mit Tiefgarage architektonisch in das neu zu gestaltende Umfeld einfügen und sich an den Ergebnissen des Architektenwettbewerbs für den Kellereiplatz orientieren.

Als Nutzungsvorschläge für das 1 150 Quadratmeter große Grundstück werden von Seiten des Magistrats Arztpraxen oder ein Gesundheitszentrum, Betreutes Wohnen mit ergänzenden Angeboten, ein Hotel, Büros oder Einzelhandel in Ergänzung zu dem bereits in der Kernstadt und im Chinon-Center geplanten Sortiment unterbreitet. Aufgrund des schon in der Kernstadt überreichen Angebots an „Gastronomie“ und durch das Chinon-Center sollten dafür in dem neuen Gebäude nur minimale Flächenanteile zur Verfügung gestellt werden. Allgemeines Wohnen soll aber wegen der zu erwartenden Konflikte aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft zum Festplatzgelände des Kellereiplatzes nicht angestrebt werden.

Weitere konkrete Ausgestaltungen der Nutzungsvorgaben will die Stadt nach Möglichkeit aber nicht machen, um potenzielle Bewerber nicht von vorn herein zu sehr einzuschränken. Kaufpreishöhe und Qualität der Nutzungskonzeption sollen den Ausschlag geben.

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