Chic und mit viel Design
07.09.2010 - HOFHEIM
Moderner Stadthallen-Lückenschluss zum Center
(mwo) - Wie nebenan im Chinon Center wird auch in der Stadthalle fleißig geackert, damit zur Eröffnung des Fachmarktzentrums alles fertig ist. Denn in der „guten Stube“ der Stadt, - die längst nichts mehr mit einem gediegenen Bürgerhaus gemein hat, sondern eher einem modernen Tagungs- und Veranstaltungshaus ähnelt - wurde der Center-Bau zu einer großangelegten Modernisierung im Foyer-Bereich und Untergeschoss genutzt. Vor einiger Zeit war zunächst der große Saal modernisiert worden, dann folgten die Toiletten im Untergeschoss und zuletzt war dann das Obergeschoss angegangen worden. Das Foyer aber, in dem sich die Besucher der Stadthalle bei großen Veranstaltungen in den Pausen um den Getränkewagen drängten, blieb bislang das neuralgische Nadelöhr. Zudem bietet der 65 Meter lange Lückenschluss zum Center ganz neue Möglichkeiten.
Das Foyer wirkt nun deutlich heller, freundlicher und vor allem viel größer, nachdem die dunkle Holzdecke verschwunden ist. Vom alten, unkomfortablen Treppenaufgang sieht man nichts mehr, denn den gibt es nun nicht mehr. Stattdessen verfügt die Stadthalle nun über drei Treppen, die vom Untergeschoss ins Foyer und von da ins Obergeschoss führen. Dazu gibt es auch im Lückenschluss noch eine Treppe. Geblieben ist lediglich der runde Aufzugsschacht, der allerdings nur noch für Lasten gedacht ist. Denn eine moderne Aufzuganlage verbindet nun die einzelnen Stockwerke.
Auffällig ist das einheitliche, durchgängige Design auch im Erdgeschoss des Lückenschlusses mit dem Center, das neben den 240 Quadratmetern im Foyer nun noch einmal der Stadthalle 260 Quadratmeter gebracht hat. Wenn künftig beispielsweise bei Theatervorstellungen im großen Saal zur Pause geläutet wird, dann können die Besucher direkt über die Glastüren an der Seite in den erweiterten Foyer- und Pausenbereich und sich an einer festinstallierten Bar mit Getränken und Snacks versorgen. Die Zeiten des Getränkewägelchens sind damit endgültig besiegelt.
Wer dann noch eine „qualmen“ will, der kann samt Zigarette auf die überdachte Außenterrasse gehen, die den Blick freigibt auf die Bäume und das Grün rund um die Rudolf-Mohr-Straße. Dieser Hintereingang wird auch für die Anlieferungen genutzt, die per Lastenaufzug von dort in alle Etagen gebracht werden können. Zudem bietet dieser Hintereingang die Möglichkeit, den großen Saal unabhängig vom Rest der Stadthalle zu vermarkten.
Einladend ist auch der neue Lichthof, der mit dem Lückenschluss entstanden ist und der soviel Tageslicht wie möglich in das neue Ensemble bringt durch das Glasdach mit einer speziellen Lamellentechnik, die bei zuviel Sonne für Schatten sorgt. In Sachen Marketing ergeben sich damit völlig neue Möglichkeiten - auch weil im Obergeschoss ein völlig neuer 90 Quadratmeter großer Raum entstanden ist, der multifunktional genutzt und daneben auch total verdunkelt werden kann. Um all das bekannt zu machen, ist ein Tag der offenen Tür in der Stadthalle geplant, wenn alles fertig ist. „Kunden werden zielgruppenorientiert eingeladen, weil die Vermarktungsmöglichkeiten zugenommen haben“, freut sich Bürgermeisterin Gisela Stang. Von Interesse bei den geplanten Rundgängen durch die Stadthalle dürfte dabei auch das „Schwimmbad“ sein, das aufgrund von Brandschutzbestimmungen nun im Keller entstanden ist. Der riesige Wasserbehälter kann nun die Sprinkleranlage schnell und zügig beliefern im Notfall, noch bevor im üblichen Leitungsnetz genügend Wasserdruck aufgebaut wird. Das bedeutet, dass auch im technischen Bereich alles mögliche getan wurde, um den allerneuesten Standards in der Stadthalle zu entsprechen.