Passionsmusik an den sechs Passionssonntagen
21.02.2012 - MAIN-TAUNUS-KREIS
Sonntägliche Konzertreihe an verschiedenen Orten im Main-Taunus-Kreis
(red) - Ein weit gefächertes musikalisches Programm an den sechs Sonntagen der Passionszeit gibt es vom 26. Februar bis zu 1. April an unterschiedlichen Orten zwischen Main und Taunus.
Die musikalische Spannweite reicht von Kantaten und Werken barocker Meister bis zu einem Gospelkonzert und zeitgenössischer Musik. Anlass für ein so großes musikalisches Programm des evangelischen Dekanates Kronberg gibt das Reformationsjubiläum mit dem Jahresthema „Kirche macht Musik - Musik macht Kirche“.
„Widerstehe doch der Sünde“
Johann Sebastian Bachs Kantate „Widerstehe doch der Sünde“ (BWV 54) steht als aufrüttelnder Weckruf aus vermeintlicher Sicherheit und Gleichgültigkeit am Anfang der Veranstaltungsreihe am ersten Sonntag in der Passionszeit, dem Sonntag Invikavit. Nach altem kirchlichen Brauch tragen die Sonntage lateinische Namen. Der Kantatengottesdienst findet am 26. Februar um 10 Uhr in der Immanuelkirche am Burgwerg in Königstein statt.
Und schon am Abend dieses folgt um 18 Uhr ein Konzertabend in der evangelischen Kirche in Sulzbach, Platz an der Linde 5. Der Themenschwerpunkt „Lied“ des Reformationsjubiläums gibt den Anlass zur Aufführung einer Auswahl aus Rheinbergers „Religiösen Gesängen“, mit der der Komponist die Gattung des „Geistlichen Liedes“ in der Mitte des 19. Jahrhunderts neu belebte. Die Idee „Lied“ manifestiert sich auch in zwei Werken Max Regers zur Passionszeit. Eine Solokantate des französischen Barockmeisters André Campra sowie zwei geistliche Konzerte von Gunther Martin Göttsche über Passionstexte runden das Programm ab.
Am 4. März um 11 Uhr erklingt Johann Sebastian Bach Kantate „Mein Herze schwimmt im Blut“ (BWV 199) in der Evangelischen Martin-Luther-Kirche am Debusweg 9 in Königstein-Falkenstein.
Mit Barocker Drastik schildert der Darmstädter Hofpoet Georg Christian Lehms, den vom Sündenbewusstsein geplagten Menschen. Der Gospelchor „Sing & Pray“ tritt am 11. März um 18 Uhr in der evangelischen Kirche in Hofheim-Langenhain, Alt-Langenhain 41. auf. Der Blick der Gospels und Spirituals richtet sich oft vom eigenen Schmerz ausgehend auf Jesus Christus, der für alle gelitten hat und gestorben ist.
Im Orgelkonzert „Jesu, meine Freude“ spielt Dekanatskantor Axel Braun am 18. März um 18 Uhr an der Barockorgel der Sulzbacher Kirche Werke von Johann Sebastian Bach, Max Drischner sowie „Vater unser, im Himmelreich“, von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Passionskantate „Du grosser Schmerzensmann“ des noch lebenden Schweinfurter Komponisten Gustav Gunsenheimer erklingt am 25. März um 11 Uhr in der Paulusgemeinde in Kelkheim, Gustav-Adolf-Straße 4.
Es treten auf die evangelische Kantorei Kelkheim unter der Leitung von Ji-Youn Lee und dem Posaunenchor Kelkheim unter der Leitung von Hans-Dieter Milkowski.
„Vom Einzug in Jerusalem mit Hosianna bis nach Golgatha
Am Palmsonntag, dem 1. April, wird die Konzertreihe mit einem Passionskonzert um 18 Uhr in der evangelischen Thomaskirche Hofheim-Marxheim, Herderstr. 25, abgeschlossen. Unter dem Titel „Vom Einzug in Jerusalem mit Hosianna bis nach Golgatha“ erklingen Werke von Rossini und Bach. Das Konzert will mit seinem ungewöhnlichen Programm die extreme Bandbreite von den Hosianna Rufen bis zur Vorahnung des Weges zum Kreuz ausloten.
Veranstalter des kirchenmusikalischen Programms der Passionssonntage ist das Evangelische Dekanat Kronberg mit Kantor Axel Braun und den beteiligten Kirchengemeinden.
Eine Übersicht zeigt die Internetseite www.kirchenmusikwoche.de.