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22. Mai 2012
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Feierlich, meditativ, fröhlich und mystisch

17.08.2010 - HOFHEIM

Drei Tage voller Musikkultur

Sessions im Festival Club

Dieses Jahr hatte die Organisation des Festivals darauf geachtet, dass die zwei Konzerte eines Abends nicht parallel stattfanden. Wer beide hören wollte, konnte für diesen Fall eine Tageskarte erwerben. Nach dem zweiten Konzert ging es dann wieder traditionell im Fackelzug zum Festival Club im Jazzkeller. Hier trafen sich alle Musiker nochmal um gemeinsam und spontan miteinander Sessions zu spielen, natürlich bei Kerzenschein, für jene, die noch nicht genug hatten und einfach noch bis zum Morgen feiern wollten.

Nachdem das Festival einen mystischen Start hatte, folgte am zweiten Tag im Stadtmuseum das inspirierende Folkkonzert der Gruppe „Quest Wind“ mit Liedern nicht nur aus den hohen Norden. Fröhliche Tanzstücke, traditionelle Musik aus Irland und Nordengland waren auf dem Programm. Weiter ging es dann in St. Peter und Paul mit himmlischen Harfenklängen der schottischen Harfinistin Karen Marshalsay.

Improvisierter Klangteppich

Meditativ eröffnete sich der dritte Konzertabend. Die indischen Musiker Vijay Kangutkar und Surjeet Singh boten mit der Tabla und Sarangi einem in Indien und Pakistan verbreiteten Streichinstrument, vedische Hymnen. Für den Europäer ein ungewöhnliches Hörerlebnis, da hier keine Lieder gespielt werden, sondern durch einen knapp fünfzigminütigen Klangteppich dem Zuhörer die Möglichkeit zu Meditation gegeben wird. Höchst virtuos kommunizierten die beiden in weiße Gewänder gekleideten Musiker mit ihren Instrumenten. Damit das Festival noch ein letztes Highlight bieten konnte, nämlich den Pibroch, die klassische Musik für die Great Highland Bagpipe, hatte Zöller wie fast jedes Jahr seinen ehemaligen Lehrer Allan MacDonald eingeladen. Zusammen mit der Harfe von Karen Marshalsay, den tradionellen Flöten von MacDonalds langjährigem Freund Cathal McConnel, dem Cello von Christine Hanson war der Abend prall gefüllt mit urtalten zeremoniellen Musiktraditionen Schottlands. Ein Aspekt des Festivals war erneut ein Wettbewerb für junge Musikertalente und der gesellige Festivalabschluss mit gemeinsamen Tanzen, diesmal auf dem Tiverton-Platz. Die Besucher konnten sich vertrauensvoll von Jelena Haramis und Heike Fröhling zu mittelalterlichen Tänzen anleiten lassen.

Der erste Abend war feierlich und experimentell: Zu gregorianischen Gesängen und geistlicher Musik gesellten sich Dudelsackspieler und boten ein einzigartiges Musikerlebnis. Foto: ims

Der erste Abend war feierlich und experimentell: Zu gregorianischen Gesängen und geistlicher Musik gesellten sich Dudelsackspieler und boten ein einzigartiges Musikerlebnis. Foto: imsVergrößern

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