Projekt „Kliniken 2020“
21.02.2012 - MAIN-TAUNUS-KREIS
Kliniken wollen mit höheren Erlösen und reduzierten Kosten ihre Zukunft sichern
(red) - „Veränderte Strukturen und neue Strategien sollen die wirtschaftliche Lage des Klinikkonzerns der Kliniken des Main-Taunus-Kreises deutlich verbessern“, so die Perspektive der Neuorientierung, die der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Michael Cyriax, am Donnerstag vor der Presse aufzeigte.
Um dieses Ziel zu erreichen, sind seit November letzten Jahres klinikintern und unter Hinzuziehung externer Experten Konzepte entwickelt und überprüft worden, die in ein Gesamtpaket aus realisierbaren Maßnahmen mündeten.
Der Maßnahmenkatalog wurde dem Aufsichtsrat der Kliniken am 14. Februar 2012 präsentiert und die Geschäftsführung mit dessen Umsetzung beauftragt.
„Die fachlich hervorragenden Kliniken sollen dauerhaft als kommunales Krankenhaus gesichert werden“, erläutert Cyriax. „Die geplanten Maßnahmen dienen dem Wohl der Patienten, sichern Leistungsfähigkeit und Arbeitsplätze.“
„Wir betreiben in unseren Kliniken eine hochklassige Medizin, die in einigen Bereichen universitäres Niveau aufweist. Das zeigt sich deutlich an den sogenannten Schweregraden der behandelten Patienten, das heißt: Viele Patienten mit komplexen Gesundheitsproblemen vertrauen sich uns an, statt in Krankenhäuser der Maximalversorgung zu gehen“, beschreibt Helmuth Hahn-Klimroth, Sprecher der Geschäftsführung die medizinische Leistungsfähigkeit der Kliniken des Main-Taunus-Kreises. „Dass dieses hohe Niveau entsprechende Kosten produziert hat, darf nicht verwundern. Mit dem Maßnahmenpaket wollen wir den Spagat schaffen, weiterhin beste Patientenversorgung zu reduzierten Kosten und bei verbesserten Strukturen zu erbringen. Dazu bedarf es der Mithilfe aller in den Kliniken im Interesse unserer Patienten und der Sicherung der Arbeitsplätze.“
Es handelt sich um ein Gesamtpaket aus angestrebten Erlössteigerungen und Kosteneinsparungen mit der Perspektive, das wirtschaftliche Ergebnis des Klinikkonzerns in den nächsten zwei bis drei Jahren um rund 7,75 Millionen Euro zu verbessern.
Folgende Veränderungen sind angedacht:
Main-Taunus-Privatklinik Hofheim erweitert ihr Leistungsangebot in der Behandlung psychosomatischer Patienten
Die Privatklinik in Hofheim mit dem Behandlungsschwerpunkt Psychiatrie und Psychosomatik wird ihr Leistungsangebot für psychosomatische Patienten angesichts der hohen Nachfrage erweitern. Hierzu soll auf dem Gelände der Fachklinik Hofheim in modularer Bauweise ein Nebengebäude errichtet werden, dass Platz für 20 Patienten und das notwendige Personal bietet.
Den Investitionskosten von rund einer Million Euro stehen zusätzliche Erlöse von jährlich netto 800 000 Euro gegenüber. Die Privatklinik Hofheim hat damit insgesamt 27 Betten und würde in das neue Gebäude mit 20 Betten umziehen, weitere sieben Betten blieben in dem konzessionierten Nebengebäude auf dem Gelände der Fachklinik.
Durch diese Maßnahme entstehen dringend benötigte zusätzliche Kapazitäten für die Akutpsychiatrie und deren Tagesklinik. Der massiven Nachfrage kann aktuell nicht entsprochen werden. Das Bettenspektrum im Bereich Psychiatrie wird mit diesem Konzept von aktuell 45 auf rund 55 ausgeweitet und die Tagesklinik von sechs auf zwölf Betten ausgebaut. Das Projekt kann baulich wie organisatorisch bis Ende 2012 realisiert werden.