Anspruchsvoller Parcours
(gek) - In diesem Jahr stand den zwei beliebten Ferienspieltagen Go-Kart der Festplatz im Freizeitpark nicht zur Verfügung, weil dort am Sonntag ein Flohmarkt stattfand. Daher zogen die Veranstalter Feuerwehr und Vereinsring auf den Schulhof der Weingartenschule um. Dieter Deyhle, „Mister Ferienspiele“, hatte an der Einrichtung des Parcours mitgewirkt. Die Kurven waren enger, die Geraden kürzer: Der Parcours war also anspruchsvoll, die Fahrer mussten konzentriert fahren und lenken.
Die „Rennfahrer“ hatten zunächst Pech: Es regnete am ersten Renntag so stark am Morgen, dass die Veranstalter es nicht wagten, auch bei Ende des Regens das Fahren zu starten, da der Parcours nass blieb. Auf nasser Strecke besteht die Gefahr, dass die Karts ausbrechen und die Fahrer mit ihnen stürzen. Selbst bei nur 20 bis 25 Kilometer (km/h) Geschwindigkeit in der Stunde.
Am Sonntag hatte man mehr Glück mit dem Wetter: Die Sonne schien sommerlich auf Kriftel nieder, der Parcours blieb dauerhaft trocken. Die jugendlichen Piloten fuhren ihre Runden, und der Grillmeister legte eine saftige Palette Steaks, Brat- und Rindswürste auf den Grill. Die Kinder griffen dann auch zur Mittagszeit rasch und kräftig zu. Gefahren wurde nach dem üblichen Reglement: Die Schnellsten waren auch die Ersten im Fahrerfeld der 20 Teilnehmer. Jeder bekam eine Urkunde. In der ersten Gruppe siegte Felix Krauspe vor Jan Schöngarth und Dominik Mühlbauer. Dominik Gross war in der zweiten Gruppe der Schnellste. Zweiter wurde Lukas Gross, auf den dritten Platz kam Henry Geiß.
Erneut kamen die kleinen Autos aus der professionellen Anlage in Bergen-Enkheim. Sie werden für die Kinder in Kriftel gedrosselt. Erwachsene können in der Regel damit bis zu 60 und 65 km/h fahren.
Wie es scheint, sinkt das Interesse für dieses Angebot in den Ferienspielen. Eine Ursache dafür könnte sein, dass im Rennstall der Profis kein Deutscher mehr so glänzt wie einst Weltmeister „Schumi“ über so viele Jahre. Die Jugend fährt auch Idolen hinterher. Der Regen am ersten Tag zeigte, dass bei abnehmendem Interesse ein Tag in den Ferienspielen für Go-Kart reichen kann. Für den zweiten Tag könnte dann ein anderes Angebot in den Ferienspielplankalender rücken. Dieter Deyhle ist mit dem Verlauf der Krifteler Ferienspiele bisher sehr zufrieden. Die angemeldeten Kinder kommen fast alle pünktlich, und die Organisation jedes Ferienspieltags läuft problemlos. Wie üblich ist auch das DRK in Kriftel bei jedem Ferienspieltag aufmerksam im Hintergrund anwesend. Deyhle meint nach aktiver Begleitung und Beobachtung der Ferienspiele in Kriftel seit über 20 Jahren, dass noch mehr Auswärtstermine in das Programm aufgenommen werden sollten. Sie locken vermehrt Teilnehmer an. Natürlich erfordern Fahrten stets auch einen relativ hohen Organisationsaufwand und verursachen auch mehr Kosten. Mit solchen Fragen wird sich die Ferienspielkommission zur Vorbereitung der Ferienspiele 2011 eingehend beschäftigen.