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Main-Taunus 

„Meilenstein“ kompakt

07.09.2010 - MAIN-TAUNUS-KREIS

Faltblatt informiert über Römerskulptur am Landratsamt

(red) - Über die Skulptur „Meilenstein“ vor dem Landratsamt informiert ein Faltblatt, das der Main-Taunus-Kreis herausgebracht hat. Wie Landrat Berthold Gall mitteilt, vermittelt es kompakte Fakten zu der Skulptur und ihren Hintergründen. Der „Meilenstein“, der an die Römerzeit erinnert, war vor knapp einem Jahr errichtet worden. Die Säule illustriert laut Gall „die Bedeutung des Kreises und der Region an der Schnittstelle wichtiger Verkehrs- und Handelswege bis in die heutige Zeit“. Gestaltet worden war die Säule von der Kelkeimer Künstlerin Claudia Pense. Das Faltblatt ist im Main-Taunus-Kundenservice des Landratsamtes erhältlich.

Seit dem ersten nachchristlichen Jahrhundert hatten die Römer auf dem Hochfeld im heutigen Hofheim verschiedene Befestigungen und Kastelle errichtet, außerdem ein Lagerdorf zur Versorgung der Soldaten. Die Garnison spielte eine wichtige Rolle in der Offensive gegen die im heute hessischen Gebiet siedelnden Chatten und stand an einer bedeutenden Römerstraße von Mainz in den Frankfurter Raum. Mitte des 3. Jahrhunderts zogen die Römer ab. 1987 wurde auf dem Hochfeld das Landratsamt errichtet.

Nach den Worten der Künstlerin Pense symbolisiert die im Zentrum der Skulptur stehende Säule mit ihren Scheiben das Gemeinwesen, das sich aus den einzelnen, freien Menschen formt. Deren Zusammenwirken basiert noch heute auf dem römischen Recht.

Für Landrat Berthold Gall knüpft der Kreis an die Tradition des Standorts an: Auch heute habe der MTK eine „strategisch günstige Lage“, allerdings auch mehr unter wirtschaftlichen als unter militärischen Vorzeichen - „auch wenn wir bei manchen regionalpolitischen Diskussionen ebenfalls wehrhaft sein müssen“. Der „Meilenstein“ könne dazu anregen, sich mit der römischen Geschichte der Heimat zu beschäftigen, und dadurch einen Beitrag leisten, Identität zu stiften.

Unterdessen will der Main-Taunus-Kreis nach den Worten von Gall Verbindungen zur römischen Kultur noch auf andere Weise halten: durch eine Kreispartnerschaft mit der Provinz Salerno südlich von Neapel. Vertreter beider Kreise haben im laufenden Jahr eine Absichtserklärung unterzeichnet, um eine Partnerschaft vorzubereiten.

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