Vier Mal „Rot“ - Primavera protestiert
07.09.2010 - HOFHEIM
Macrini überragt beim Wallauer Auswärtssieg
(mm) - Zweitletzter gegen Zweiter - den Wallauern genügte eine durchschnittliche Leistung, um der Favoritenrolle gerecht zu werden und einen Auswärtssieg einzufahren: SpVgg Hochheim II - TV Wallau 0:3 (0:2). Hätte der TVW engagierter nach vorne gespielt und einen höheren Sieg herausgeschossen, wäre die Mannschaft aufgrund des Torverhältnisses Spitzenreiter.
Gegen die harmlosen Gastgeber brachte Jason Ferguson die Wallauer nach 20 Minuten in Führung. Die Vorarbeit hatte Platzek-Hoffmann mit einem schönen Pass in die Spitze geleistet. In der 34. Minute hatte der Unparteiische nach einer Ecke ein Foul des Hochhemer Torhüters gesehen und gab Elfmeter für Wallau - Platzek-Hoffmann scheiterte zwar am Keeper, doch Macrini war zur Stelle und schob zum 0:2 ein. Die Wallauer hatten im ersten Durchgang noch gute Möglichkeiten, schalteten jedoch nach dem Wechsel jedoch einen Gang zurück. Allein Neuzugang Alex Macrni gab weiterhin Vollgas: Er verzog zunächst in der 53. Minute aus 16 Metern nur knapp und traf in der 66. Minute mit einem 20-Meter-Schuss nur den Pfosten, ehe er seine sehr gut Leistung in der 70. Minute nach Zuspiel von Kaletsch mit dem Treffer zum 0:3 krönte. Die Hochheimer hatten in der 84. Minute noch eine Konterchance, trafen jedoch das Tor nicht, und schwächten sich in den Schlussminuten durch die beide Ampelkarten von Sobot (87.) und Busch (89.) noch selbst. Aus der zahlenmäßigen Überlegenheit konnten die Wallauer jedoch kein Kapital mehr schlagen. TV Wallau: Wronski - M. Jung, Schneider (46. Kaletsch), Platzek-Hoffmann (60. Ferrenbach), Jäger, Ferguson, T. Ewald, Macrini, Kamm, C. Boss (67. Meier), A. Starke.
Menning, P. Boss (2), Fritz und Finckh waren beim 5:0-Sieg der Wallauer Reserve bei Fortuna Höchst erfolgreich.
FC Schloßborn II - Primavera Hofheim 4:2
„Das Spiel wird ein Nachspiel haben“, kündigte der erboste Primavera-Sprecher Angelo di Meglio nach dem Schlusspfiff der Partie in Schloßborn an. Mit dem Resultat konnten die Hofheimer durchaus leben, doch dass Schiedsrichter Lumia in den Schlussminuten gleich vier (!) Gästespieler des Feldes verwies, wollen die Primaveras nicht so einfach hinnehmen.
Die Szene, die für Aufregung sorgte, ereignete sich in der 88. Minute, als ein Hofheimer Spieler den Ball mit der Brust zu Keeper Braun verlängerte. Der Unparteiische, der nach Hofheimer Angaben an der Mittellinie stand, entschied auf „Rückgabe“ und indirekten Freistoß - dabei stellte nur ein absichtlicher, mit dem Fuß gespielter Rückpass ein Vergehen dar. Wird der Ball mit dem Kopf oder auch der Brust zurückgespielt, darf der Schlussmann das Leder auch in die Hand nehmen. Primavera-Keeper Marco Braun wies den Unparteiischen auf den Fehler hin - und sah die rote Karte. Als Primavera-Kapitän Hounas den Grund für den Platzverweis wissen wollte, wurde er mit gelb-rot vom Platz geschickt. Und dann bekam auch noch Vastante rot, obwohl er laut di Meglio nur schlichten und die zornigen Mitspieler zurückhalten wollte. In Ordnung geht aus Hofheimer Sicht nur der Platzverweis von Nicastro, der sich wohl in unangemessener Weise gegenüber dem Schiedsrichter geäußert hatte. „Die anderen haben niemanden beleidigt und auch sonst nichts gemacht, wofür man gelb oder gar rot geben kann“, so di Meglio, der nun Protest gegen die Schiedsrichterentscheidungen einlegen will, um längere Sperren für seine Spieler zu verhindern. Denn schon jetzt ist die Lage für den Tabellenletzten, der noch keinen Punktgewinn verbuchen konnte und bereits vier Punkte Rückstand zum Vorletzten hat, sehr bedrohlich. Daher kann Primavera Hofheim jetzt keine langen Sperren gebrauchen.